Matt Down Under

Ruby developer, founder of choc media, bushwalker, MacGyver fan and hobby photographer, German citizen and Australian Permanent Resident.

In 2008 I moved from Germany to Australia, the best decision of my life. On this blog you can find stories and photos about hiking in Tasmania and on the mainland, travelling, and life in Australia — my journey from Working Holiday to Permanent Residency.

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    Die ersten 3 Tage

    Am 17.1.2008 gegen 23.30 Uhr war Abflug in Frankfurt. Bis alle Passagiere dann noch fünf Mal was aus ihrem Handgepäck geholt und es wieder verstaut hatten war es 23.45 Uhr. Vermutlich hatte die Qantas-Crew noch den australischen Tagesrhythmus im Kopf, denn nach deutscher Zeit ist es irgendwie ungewöhnlich, dass gegen 1.15 Uhr erstmal Schweinemedaillons serviert werden. Nebenbei waren es die ekligsten Schweinemedaillons aller Zeiten. Nachdem jeder dann noch mit ausreichend Coffee und Hot Chocolate versorgt war, durfte endlich geschlafen werden. Leider waren meine Schlaftabletten abgelaufen und haben nicht mehr gewirkt.

    So war es dann eine ziemliche Strapaze, in der Economy-Class einer Boeing 747 zwischen stinkenden Passagieren und schreienden Kindern die 12 Stunden bis zum Zwischenstop in Singapur durchzuhalten. Zumal die ohnehin schon geringe Beinfreiheit im Laufe des Fluges immer weniger wurde. Zusätzlich zu den vielen Katalogen und Infos in der Sitzablage bekommt man von Qantas mit Schlafset, Kopfkissen, Decke, Snacks usw. noch so viel Zeugs zugesteckt, dass man irgendwann die Knie nicht mehr zusammen bekommt. Spätestens als beim Ausstieg dann lediglich der vorderste Ausgang geöffnet wurde und alle 400+ Passagiere zwangsläufig an den großzügigen Business-Seats vorbei mussten, war klar: nie mehr Economy.

    In Singapur angekommen wurde unser Weiterflug erstmal um zwei Stunden verschoben. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit haben wir die Zeit im Burger King totgeschlagen anstatt auf die Terrasse zu sitzen. “Free Wireless” ist in Singapur auch nicht wirklich free, sondern nur wenn man beim entsprechenden Provider einen Vertrag besitzt. Details haben mich dann schon gar nicht mehr interessiert, surfen und eMails checken ging also nicht. Die Crew auf dem Weiterflug nach Melbourne war dann ein bisschen besser organisiert als die Erste, glücklicherweise waren es diesmal auch angenehmere Mitreisende, da viele vom ersten Flug in Singapur blieben oder in andere Städte wie Sydney weiterflogen. Nach weiteren sechs Stunden Flugzeit waren wir dann endlich in Melbourne.

    Zur allgemeinen Überraschung war der Flughafen Melbourne kaum mehr als ein Regionalflughafen, für eine Stadt, die sich besser findet als Sydney, eher ein Witz. Zuerst gings zur allgemeinen Einreisekontrolle. Alle Nicht-Australier wurden in eine schnell immer länger werdende Schlage eingereiht, um sich den Visumsstempel abzuholen und eventuell mitgebrachte Schusswaffen abzugeben. Anschließend ging es endlich zum Gepäck. Alles zum Glück gut angekommen. Nach der Quarantänekontrolle hat uns draussen schon eine Mitarbeiterin von IEP (International Exchange Program) abgeholt, der Partnerorganisation von Travelworks. Nach einer halben Stunde Busfahrt waren wir dann in unserem Hostel im Central Business District. Den restlichen Tag sind wir nur ohne große Orientierung durch die Stadt gelaufen.

    Sonntag war erstmal Sightseeing angesagt. Während ein Teil unserer Gruppe den Tag bei den Australian Open verbracht hat, habe ich mir die Victoria State Library, den Queen Victoria Market und die Royal Botanic Gardens mit dem Shrine of Remembrance angeschaut.

    Am Montag war dann das Einführungsseminar bei IEP, in dem alle Formalitäten zu Work & Travel in Australien erklärt wurden. Anschließend sind wir gleich weiter zur Commonwealth Bank, um unsere Bankkonten zu eröffnen. Über die kostenlosen Internetzugänge der Victoria State Library haben wir danach noch unsere Hostelbuchungen für die nächsten Tage zusammengestellt. Weil Melbourne zur Zeit stark ausgebucht ist (Australian Open) war es ziemlich anstrengend, überhaupt Unterkünfte zu finden, aber am Ende hats doch noch geklappt. Allerdings müssen wir innerhalb einer Woche 4x unser Hostel wechseln.

    Ein Mitbewohner hatte mir im Greenhouse - unserem Hostel - viel über seine bisherigen Reiseerfahrungen erzählt und mir einige Tips gegeben. Meine Reisepläne, so wie ich sie mir bisher vorgestellt habe, werde ich wohl nicht so einfach umsetzen können. Australien ist sehr groß und regionale Verkehrsverbindungen nur schlecht vorhanden. Ein gemütliches Pilgern von Ort zu Ort wird also ohne Fahrzeug kaum funktionieren. Wegen dem vielen Gepäck, das ich mit mir herumschleppe, muss ich die Strecken zu Fuß erstmal auf ein Minimum reduzieren. Möglicherweise wäre es das beste, erstmal ein paar Wochen am selben Ort zu bleiben und zu arbeiten, bis ich mir über alles Weitere im Klaren bin.

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