Ruby developer, founder of choc media, bushwalker, MacGyver fan and hobby photographer, German citizen and Australian Permanent Resident.
In 2008 I moved from Germany to Australia, the best decision of my life. On this blog you can find stories and photos about hiking in Tasmania and on the mainland, travelling, and life in Australia — my journey from Working Holiday to Permanent Residency.
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Was mich in den letzten zwei Wochen am meisten genervt hat, ist die ständige Planungsunsicherheit. Vor allem wenn man in einer Gruppe reist und jeder andere Interessen hat, oder wenn viele sich mit Entscheidungen lange Zeit lassen, hat man immer wieder dasselbe Problem: der letzte Tag des Hostel-Bookings rückt immer näher und man weiss nicht wo man danach hingeht. Wenn man teilweise nicht weiss, wo man die nächste Nacht verbringen wird, ist das ein blödes Gefühl. Spontanität ist zwar bei so einer Tour wirklich sinnvoll, aber zumindest eine Woche im voraus zu planen schadet nicht.
Bisher fand ich es ganz sinnvoll, die ersten Tage und Wochen in einer Gruppe zu reisen, weil ich mir doch einiges hier viel einfacher vorgestellt hatte und es wirklich eine Last sein kann, plötzlich in einem fremden Land komplett auf sich alleine gestellt zu sein. Nachdem ich mich jetzt ein bisschen mehr eingelebt habe und mir die Planungslosigkeit der letzten Tage nicht sehr gefallen hat, habe ich heute meine nächsten Wochen einfach mal selbst verplant.
Felix aus unserer Gruppe ist heute schon nach Melbourne abgereist, Michael hat sich einer Gruppe Backpacker angeschlossen, die am Mittwoch nach Perth reisen wollen. Die hätten zwar noch einen Platz im Auto frei, aber an die Westküste zieht es mich momentan nicht. Die restlichen drei haben sich heute entschlossen, von Adelaide nach Tasmanien zu fliegen - Mitte Februar nach Tasmanien zu reisen stand eigentlich auch auf meiner Routenplanung.
Die letzten Tage habe ich alle möglichen Optionen durchüberlegt. Am liebsten wäre es mir gewesen, für etwa einen Monat einen Campervan zu mieten und über Alice Springs, Melbourne und Tasmanien nach Sydney zu reisen. Alleine wäre mir das aber zu teuer, und wenn mir im tasmanischen Wald irgendwo die Karre zusammenbricht wäre mir alleine nicht sehr wohl dabei. Kurzfristig Leute für eine solche Tour zu finden ist auch nicht einfach. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, mir einen Lift (=Mitfahrgelegenheit) irgendwohin zu suchen, das schwarze Brett im Hostel ist voll mit Angeboten. Nur leider nicht in die Richtung, in die ich gerne gehen würde, dabei wäre es eine tolle Möglichkeit gewesen, mal neue Leute kennenzulernen.
Ein Must-see in Adelaide ist definitiv Kangaroo Island, eine der schönsten Inseln Australiens, voller Wildtiere und sehenswerter Landschaften. Leider war das Interesse innerhalb unserer Travelworksgruppe nicht besonders groß und so habe ich heute morgen einfach meine eigene Tour gebucht. Mein Budget erlaubt es mir momentan noch, viel zu reisen und es mir noch einige Wochen gut gehen zu lassen. Nachdem wir mit unserer Tour von Melbourne nach Adelaide gute Erfahrungen gemacht hatten, habe ich mir einfach wieder eine 3-tägige Tour gebucht, eine Rundreise über Kangaroo Island mit allem drum und dran wie Seelöwen, Delfine, Surfkurse, Lagerfeuer, zumindest laut Prospekt ein richtiger Adventure-Trip. Im YHA-eigenen Reisebüro wurde mir diese Tour auch sehr empfohlen.
Am Mittwoch läuft mein Booking hier aus, und am Mittwoch morgen holt mich der Tourbus ab, passt perfekt. Am Freitag abend werde ich wieder hier im YHA ankommen und eine weitere Nacht bis Samstag bleiben. Am Samstag dann habe ich einen Flug nach Hobart (Tasmanien) gebucht. Meine Flugmeilen kann ich dafür leider nicht verwenden, Qantas bietet keinen Direktflug von Adelaide nach Hobart an, und so wäre der Flug mit Qantas sehr teuer. Ich habe daher einen günstigen One-Way-Flug mit Virgin gebucht und werde meine Meilen dann anderweitig verwenden.
Heute abend werde ich mir dann mal ein Hostel oder einen Campingplatz in Hobart suchen. Ich könnte mir dann vorstellen, von Hobart aus in 1-2 Wochen durch Tasmanien zu wandern und in Devonport die Fähre nach Melbourne zu nehmen. In Melbourne dann mal schauen was Felix macht und später mit meinen Meilen nach Sydney fliegen, um noch ein paar warme Tage am Bondi Beach mitzunehmen. Soweit die Planung.
Das richtige Abenteuer scheint also nun erst in Tasmanien loszugehen, ich hatte ja schon mit dem Gedanken gespielt, mein Zelt per Seefracht heimzuschicken, weil mein Gepäck viel zu schwer ist. Aber der Gedanke an zwei Wochen Outdoor auf Tassie lässt gerade wieder so richtig Freude aufkommen.
Aber erstmal bin ich jetzt noch bis Mittwoch hier in Adelaide. Adelaide ist irgendwie eine absolut langweilige Stadt. Ich bin jetzt seit fast einer Woche hier und habe von Adelaide bisher kaum was gesehen. Klingt tragisch, ist es aber nicht, viel zu sehen gibt es hier einfach gar nicht. Wie in jeder größeren Stadt kann man z.B. in den Zoo gehen, bei der Hitze hat mir da aber bisher die Motivation gefehlt. Die Tiere werden ja sicher auch nur faul im Schatten liegen und sich für die Touris wenig ins Zeug legen. Essen gehen ist hier auch schwierig. Aus Melbourne waren wir gewohnt, dass irgendwie alle Läden permanent offen haben. Nicht so in Adelaide, am Sonntagabend ein offenes Restaurant ohne gelbes “M” zu finden ist gar nicht so einfach, die haben fast alle zu. Abends mal noch schnell zum Imbiss ins Zentrum kann in einer langen Wanderung ausarten, kaum ein Geschäft hat hier abends noch offen.
Das einzig wirklich sehenswerte ist mal wieder der botanische Garten. Die Engländer wissen einfach, wie man Gärten entwirft. Und die Australier schaffen es bis heute, diese perfekt zu pflegen. An einem heissen Wochenendtag einfach in den idyllischen botanischen Garten zu gehen und sich für einige Stunden ins weiche Gras im Schatten irgendeines exotischen Baumes zu legen ist Entspannung pur. Die vielen Pflanzen und Tiere, die man aus Europa nicht kennt, sind immer wieder schön anzuschauen.
Morgen dann werden die anderen aus meiner Travelworksgruppe vermutlich eine Tagestour in ein nahegelegenes Weinanbaugebiet machen, in South Australia wird ziemlich viel Wein angebaut. Ob sie nun wegen der schönen Landschaften oder doch wegen der 3-4 Weinproben hingehen weiss ich nicht, als Nichttrinker interessiert mich Wein jedenfalls so viel wie das momentane Wetter in Deutschland, und so werde ich mir wieder einen gemütlichen Tag am Strand von Glenelg machen, oder vielleicht mal an einen anderen weiterfahren.
Strand ist das Stichwort, da gehen wir auch gleich noch hin. Strand ist irgendwie jeden Tag gut.
UPDATE: Mein Tourleiter hat mich am Strand angerufen, weil ich der einzige Teilnehmer der Tour am Mittwoch bin, wird diese leider gecancelt. Doch er bot mir an, dieselbe Tour morgen gleich mitzumachen. Also gehe ich einfach morgen schon nach Kangaroo Island und habe dann hinterher noch einen Tag mehr, bevor ich nach Hobart fliege. Die freundlichen Leute im YHA haben alles problemlos umgebucht. Der Service ist hier wirklich hervorragend, nichts ist unmöglich.
In Hobart habe ich jetzt auch für die ersten drei Tage ein Hostel gebucht. Was danach ist entscheide ich erst vor Ort. Vielleicht eine mehrwöchige Radtour von Hobart nach Devonport, danach mit der Fähre direkt nach Sydney… irgendwie ist alles möglich wenn ich allein reise. Zumindest ein bisschen Outdoor sollte es in Tasmanien sein, dazu schleppe ich schließlich das blöde Zelt mit ;-).
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